REZEPTE

Süßes aus dem Piemont: Bunet

1. December 2016
Typisch Piemontesischer Bunet nach Nonnas Rezept

Mein erster Bunet war eine Offenbarung und einer der seltenen Momente, in denen man einen vollkommen neuen Geschmack erlebt. 

Süße Verführung

Bunet war eines der ersten Gerichte, das Carlo mir gekocht hat. Und ich konnte es nicht fassen! Erstens, dass der Mann so gut kochen kann und zweitens, dass ich von diesem süßen Nachtisch bisher noch nie gehört, geschweige denn gekostet hatte.

Was ist Bunet?

Bunet oder Bonet ist ein von der Konsistenz flanig-fluffiger  im Kochtopf gekochter süßer Nachtisch aus Allem was gut ist: Eier, Zucker, Milch, Kakao und Amaretti!

Bunet alla nonna

Bunet alla nonna

Und nachdem ich nicht genug davon bekommen konnte und Carlo es Leid war, mir 2x die Woche Bunet zu kochen, habe ich das traditionelle Bunet-Rezept von der Schwiegermutter bekommen, wurde einzwei Mal beim Zubereiten beaufsichtigt und nachdem der von deutscher Hand gekochte Bunet sich als genießbar herausgestellte, darf ich nun meine eigenen Bunets machen.

Jipppieh!

 

Typisch Piemont: lecker, einfach und ohne “Gedöns”

Bunet wird am Tag vorher zubereitet, da er am besten über Nacht im Kühlschrank auskühlt. Er ist ganz einfach zu machen, und man braucht nicht viel. An Küchenmaschinerie reicht das Übliche: Rührgerät, Schüssel, großer Topf und kleiner Topf für das Wasserbad – das auf italienisch “Bagno Maria” (Marienbad????) heißt.

Die Zutaten hat man üblicherweise im Haus. Außer vielleicht die leckeren Amaretti-Kekse. Die gibt es aber in jedem Supermarkt.

  • 5 Eier
  • 50gr Kakao
  • 100gr Zucker plus fünf Esslöffel Zucker
  • 1 Liter Milch
  • 300gr Amaretti

 

Schritt 1: Flüssige Bunetmasse

In der Schüssel fünf Eier mit dem Handrührgerät schaumig rühren. Dann den Zucker sowie den Kakao dazugeben und alles verrühren. Wenn die Masse schön einheitlich kakaogefärbt ist, langsam die Milch dazugießen und weiterrühren.

Aller Anfang ist schwer. Außer beim Bunet. Von links nach rechts: Eier schaumig schlagen, dann Kakao und Zucker dazumischen, dann Milch dazu

Aller Anfang ist schwer. Außer beim Bunet: Eier schaumig schlagen, dann Kakao und Zucker dazumischen, dann Milch dazugeben und weiterrühren.

Supertipp von der Schwiegermutter:

Erst Kakao zu den Eiern, dann den Zucker drauf, so dass er das Kakaopulver beschwert. Sonst wirbelt das Handrührgerät den ganzen Kakao auf und die Küche ist eingesaut.

 

2. Schritt: Amaretti dazu und Wasserbad vorbereiten

In einem kleinen Topf fünf Löffel Zucker karamellisieren lassen. Dieser Topf will gut gewählt sein: er gibt nicht nur die Größe des fertigen Bunet vor, sondern muss klein genug sein, um in einen zweiten Topf zu passen (hängend). So wird nämlich das Wasserbad gebaut.

Jetzt die Amaretti abwiegen und zerdrücken. Sie müssen nicht staubfein sein, sondern dürfen noch größere Stückchen aufweisen. Die Amaretti mit dem flüssigen Ei-Kakao-Zucker-Milch-Mix in der Schüssel vermischen.

 

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Zucker in einem kleinen Topf karamellisieren. Zerdrückte Amaretti in die Schüssel geben und vermischen.

Schritt 3: Dem Wasserbad folgt die Nachtruhe

Nun wird der Bunet im Wasserbad gekocht: Die recht flüssige Bunet-Masse aus der Schüssel in den Topf mit dem karamelisierten Zucker gießen, mit dem Kochlöffel verrühren und den kleinen Topf in einen großen wassergefüllten Topf hängen. Der Wasserpegel des großen Topfes soll dabei ungefähr auf Höhe des Bunetpegel des kleinen Topfes sein.

Den kleinen Topf mit einem Deckel schließen und das Wasserbad  zum Kochen bringen. Immer mal wieder Wasser nachfüllen um den Pegel zu halten. Nach zwei Stunde ist die Bunetmasse durchgekocht und etwas fester. Obendrauf befindet sich eine fluffige Schicht aus Amarettischaum.

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Bunet-Masse in den kleinen Topf gießen und eine Stunde im Wasserbad kochen. Fertig!

 

Jetzt ist Nachtruhe angesagt: Den kleinen Topf auskühlen lassen und dann mit Deckel in den Kühlschrank stellen.

Am nächsten Tag kurz mit dem Messer die Bunetmasse im Topf vom Rand lösen und auf einen Teller stürzen und … die Gäste beeindrucken!!!

 

Nach einer Nacht im Kühlschrank: frischer und ausgeruhter Bunet.

Nach einer Nacht im Kühlschrank: frischer und ausgeruhter Bunet.

Buon appetito!

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