PIZZAWÜRSTELS PRIVAT

Pizzaofen unterwegs: Die transportable Pizzeria zu Gast auf der Neckarwiese

27. July 2017

In diesem “summer of pizza” sind wir mit dem Pizzaofen auf Reisen gegangen. Erster Halt: Pizza-Flashmob auf der Heidelberger Neckarwiese

Pizzaflashmob: eine Schnapsidee?

Platzmangelswegen können wir daheim nur maximal zehn Freunde mit Pizza versorgen. Doch nach jahrelangem Tüfteln am perfekten Pizzateig und dem perfekten Belag, erlag Herr Pizzawürstel dem Größenwahn. Er wollte mehr. Mehr Pizza, mehr pizzaverschlingende Freunde, mehr Lob.

Bild des Facebook-Events für den Pizzaflashmob auf der Heidelberger Neckarwiese.

Das Event des Jahres: Pizzaflashmob auf der Heidelberger Neckarwiese

Aus einer Schnapsidee entstand der Plan, einen Pizzaflashmob zu veranstalten. Es war lange mal wieder fällig Freunde zusammenzutrommeln und einen lässigen Tag am Neckar zu verbringen. Herr Pizzawürstel war allerdings mehr daran interessiert auszuloten, ob wir eine Horde Leute mit Pizza versorgen können. Seine größte Sorge war allerdings nicht das Zubereiten von 15 Kilo Pizzateig und die logistische Herausforderung, sondern der kommunale Ordnungsdienst aka die Heidelberger Grill-Polizei.  Diese ist nämlich dafür bekannt, bereits in leicht aus der Grill-Zone herauslappendes Steaks mit einer Ordnungswidrigkeit zu ahnden. So war die wichtigste Vorbereitung des Pizzaflashmobs die Recherche der Heidelberger Grillgesetze. Diese besagen:

“[zum ] Schutz der Rasenfläche [ist] nur innerhalb der beiden gekennzeichneten Grillzonen zu grillen und nur geeignetes Grillgerät zu verwenden”

Nun, ob ein 75 Kilogramm schwerer und 70x70x70cm großer Pizzaofen unter “geeignetes Grillgerät” fällt, ist Ansichtssache. Allerdings stand auch nicht”keine Pizzaöfen” da. Also haben wir es gewagt. Mitte Juni fand der erste Heidelberger Pizzaflashmob statt!

Vorbereitung: Welche Pizza? Welcher Belag?

Wir luden alle Pizzafreunde und Pizzafreundesfreunde ein und kamen am Ende auf 40 angemeldete Teilnehmer. Die Auswahl der Pizze war etwas schwierig: Herr Pizzawürstel wollte sich nicht verkünsteln, aber auch jedem einen pizzagewordene Erleuchtung bieten. Letztendlich fiel die Wahl auf die neapolitanische Pizza. Denn Blechpizza, nunja, das kann jeder. Die wahre Kunst liegt in der trademark-geschützten, mit der Hand geschwungenen und ohne Blech gebackenen dünnen Pizza mit dem dicken Rand.

Die Wahl der Belage war einfach: gut vorzubereiten, nicht zu teuer und trotzdem überraschend für deutsche Gaumen. Wir entschieden uns für:

  • Pizza Parmigiana: Rote Pizza mit Auberginen und Mozzarella
  • Pizza Marinara: Käsefreie rote Pizza mit Kapern, Knoblauch und Sardellen in der Tomatensoße
  • Pizza Rustica: Weiße* Pizza mit Salsiccia, Gorgonzola, Zwiebeln und Mozarella

*weiße Pizze sind tomatensoßenfrei

15 Kilo Pizzateig

Vorbeitungen: Von oben nach unten: Das gute Caputo-Pizzamehl. Revival der Babybadewanne. Tausend Teiglinge (na gut, es waren eher 27 Teiglinge).

Fünfzehn Kilo Pizzateig! Natürlich (natürlich!!!) haben wir genug Mehl im Keller. Allerdings fehlt es an einer Schüssel, die fünfzehn Kilo Teig fasst. Doch Not macht erfinderisch: die alte Babybadewanne wurde entstaubt und kam zum Einsatz. Mit der no-knead Technik sind auch 15 Kilo Pizzateig schnell und ohne Küchenmaschine angesetzt. Die Wanne passte grade so in den Kühlschrank und am nächsten Morgen, dem Tag des Pizzaflashmobs, formte mein Pizzaiolo in nur zehn Minuten 27 Teiglinge à 500gr. Ja, das sind ca 20 Sekunden pro Teigling :). Das wollte Herr Pizzawürstel hier unbedingt erwähnt haben. Jetzt fragt sich der Pizzakenner und Pizza-Rechner-User: WAS? 500gr-TEIGLINGE? SIND DIE WAHNSINNIG? Nein, sind die nicht. Normalerweise wiegt ein Teigling für neapolitanische Pizza 250gr. Wir wollen aber große Pizze machen, die dann in Teile geschnitten werden, damit jeder was abkriegt.

 

Pizzaflashmob auf der Heidelberger Neckarwiese

Es war großartig! Aus den geplanten 40 Gästen sind schnell 50 geworden, die bei bestem Sommerwetter im Schatten der großen Pappeln auf Picknickdecken lümmelten. Der einzige der richtig ins Schwitzen kam war Herr Pizzawürstel. Er stand von 11 Uhr bis 16 Uhr am Pizzaofen, umringt von hungrigen Freunden und neugierigen Schaulustigen. Sogar die Grill-Polizei kam vorbei – hielt aber Abstand.  Wie die anderen Möchtegern-Grillmeister im BBQ-Bereich. Die haben wir nämlich mit BBQ-Shaming überzogen. Ganz eilig haben sie sich dann weitmöglichst vom gigantischen Pizzaofen entfernt niedergelassen und beschämt ihre Würstchen auf dem  Einwegrost gewendet: PAH!

Das Fazit des Events: Spaß und Pizza für alle und einen Sonnenbrand für den Pizzaiolo.

♥Das werden wir nächstes Jahr wiederholen. Mit etwas mehr Pizza und mit einem Sonnenschirm♥

PS: © Die wundervollen Fotos, die nun folgen, hat unser Freund Massimo Del Prete gemacht. Max ist freischaffender Landschafts- und Architekturfotograf und neapolitanischer Testesser. Danke Max!

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